Das markante Äußere wird geprägt von einer verschachtelten Kubatur und einer Eternit-Plattenfassade mit abgeschrägten Ecken. Das Gestaltungselement der 45°-Ecken findet sich auch an der Attika sowie im Innenraum an zahlreichen Stellen. Die Fassade mit ihrer klaren Gliederung und sichtbaren Fugen erzeugt somit eine fast grafische Wirkung. Witterung und 40-jährige Nutzung hatten an der Fassade deutliche Spuren hinterlassen. Die Oberfläche der farblich beschichteten Eternitplatten waren insbesondere an den schrägen Attika-Elementen stark erodiert, so dass sich dort vermehrt Flechten angesiedelt hatten, welche die Schädigung der Oberfläche begründen. Schmutzanhaftungen hatten zu einer starken optischen Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes geführt. Bereits erfolgte Bestandserkundungen hatten gezeigt, dass die Bauteilanschlüsse der Bestandsfenster mangelhaft, bis nicht vorhanden waren, so dass auch hier Erneuerungsbedarf bestand. Zudem hatten sich die Anforderungen hinsichtlich der energetischen Qualitäten seit den 1970er Jahren deutlich verändert. Durch die Sanierung wurden Fenster, Fassaden und Dächer an die aktuellen Standards angepasst. Im Zuge der Maßnahmen an den Fassaden wurden in den Unterrichtsräumen dezentrale Lüftungsgräte nachgerüstet, um eine gleichbleibend hohe Raumluftqualität, unabhängig von der Fensterlüftung, zu gewährleisten. Trotz der umfassenden Maßnahmen an der Außenhülle sollte der Charakter des Gebäudes und die ursprüngliche Entwurfsidee erhalten bleiben, was eine sorgfältige Auseinandersetzung mit dem Bestand in technischer wie architektonischer Hinsicht erforderlich machte. Die Sanierung erfolgte in 4 Bauabschnitten und in Zusammenarbeit mit Rache Engineering.