Blick von der Moskauerstraße zur Alten Feuerwache
Blickbeziehungen
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Obergeschoss
Ansicht Moskauerstraße
Ansicht Schulstraße

9089-Quartierstreffpunkt Dönhoffstraße/ Alte Feuerwache

Quartierstreffpunkt Dönhoffstraße/ Alte Feuerwache, Leverkusen

Der gewählte Entwurfsansatz ist ein städtebaulicher mit folgender Zielsetzung:

  • Gliederung der Gesamtfläche in überschaubare und gut proportionierte Platzräume unterschiedlichen Charakters und unterschiedlicher Nutzung durch bewusste trennende und raumwirksame Setzung der Baukörper
  • Schaffung eines Quartiersplatzes im Bereich des Feuerwehrgebäudes, eines Schulplatzes dem Schulgebäude zugeordnet und Erhalt des Bolzplatzes. Alle drei Plätze sollen räumlich gefasst und über Engstellen miteinander verknüpfbar sein.
  • Freistellen der historischen Feuerwache über Verdrehung der Baukörper und Stärkung der Stellung als Identifikationsort und Treffpunkt für das Quartier.
  • Ermöglichen vielfältiger Wegebeziehungen über das Grundstück zu optimalen Vernetzung mit dem Quartier (Hauptstraße – Moskauer Straße / Moskauer Straße – Schulstraße / Moskauer Straße – Dönhoffstraße).
  • Konisch sich aufweitender Grünzug an der Dönhoffstraße als Auftakt einer Grün-Entwicklung bis zum Rhein.
  • Einfache und diskrete Abtrennbarkeit des Schulhofes an Engstellen/Einschnürungen ohne Barrierewirkung für das Quartier.
  • Querungsmöglichkeit und räumliche Qualitäten auch bei nachmittäglicher Schließung der Teilfläche des Schulhofs.
  • Öffnung und Ausrichtung der Gebäude und jeweiligen Nutzungen auf die einzelnen Platzflächen.
  • Verknüpf- und Koppelbarkeit der einzelnen Nutzungen mit Synergieeffekten.


Für die Gebäudekonfiguration ergeben sich daraus folgende Gestaltvoraussetzungen:

  • Vielfältige und parallele Nutzungsmöglichkeiten der Hallen durch verschieden zuschaltbare Erschließungsbereiche/Treppenhäuser.
  • Ausreichende Vorbereiche vor den Hallen als Entleerungsflächen bei Veranstaltungen.
  • Flexible Zuschaltbarkeit der Nebenflächen / Umkleiden zu den jeweiligen Hallen.
  • Orientierung und räumliche Nähe einerseits zum Quartierstreffpunkt in der alten Feuerwache, andererseits zur Schule über zweiseitige Ausrichtung/Zugangsmöglichkeit
  • Anschlussmöglichkeit und räumliche Nähe zur Mensa für evtl. Synergien (Catering)
  • Verbindung beider Gebäudeteile über ein gemeinsames ‚Rückgrat’, zentrale gegenüberliegende Zugänge als Mitte des Quartiers
  • Ausblicke und Einblicksmöglichkeit der jeweiligen Nutzungen von und auf die umliegenden Plätze.
  • Diskrete und nicht störende Andienung der Gebäude in den Randbereichen der Platzflächen ohne diese queren zu müssen.


Für die Materialität bedeutet dies:

  • Gestalterische Zurückhaltung und Ruhe der Fassaden, um mit den‚ Hauptdarstellern’ Schule und Feuerwehr nicht zu konkurrieren
  • Subtile Bezüge über Aufnahme der Farbqualitäten der Bestandsbauten in den Fertigteilen der Fassaden
  • Hohe Glasanteile und Öffnung zu den öffentlichen Platzräumen
  • Gliederndes und in die Fassaden integriertes Leitsystem als Bestandteil der Architektur


Der Freiraum soll daher folgende Qualitäten bieten:

  • Sinnvolle Querungsmöglichkeiten, einladende Zugänge und Freizeitangebote für das Quartier
  • Abschirmung des notwendigen Stellplatzangebotes hinter einem Pavillonbau
  • Erhalt des Baumbestandes und Stärkung durch Ergänzungen an bewußt gesetzten Orten
  • Grünvernetzung an der Dönhoffstraße über das Grundstück hinweg

Projektdaten

Bauherr Stadt Leverkusen
Leistungsumfang Wettbewerb Anerkennung Januar 2018
Entwurfspartner 3PLUS FREIRAUMPLANER Kloeters + Kastner PartGmbH