312-WELTJUGENDTAG, Köln

WELTJUGENDTAG 2005, Köln

Für 24 Stunden treffen sich über eine Million Jugendliche aus 170 Ländern der Erde mit dem Papst. Der Weltjugendtag bezieht seine Kraft aus dem Erleben von Gemeinschaft. Der Rahmen dafür soll mit sehr einfachen, möglichst natürlichen Mitteln wie Erde, Luft und Feuer eine Archaik schaffen, die so – vor Ort und in der Welt – wahrgenommen werden kann. Eine monumentale Helix, aus weißen, nachts leuchtenden Heliumballonen rahmt und verortet den Höhepunkt des Weltjugendtages – Vigil und Papstmesse. Jeder Ballon gilt als Willkommensgruß einer der gastgebenden 27 Diözesen. In ihrer dynamischen aufsteigenden Bewegung fasst sie durch einfache Mittel, den bislang unwirtlichen Ort weithin sichtbar zusammen und verleiht ihm einen spirituellen Rahmen.

Ein klar gegliedertes, hierarchisches Wegenetz gliedert die Besucherfläche in nutzbare Teilräume und ermöglicht eine funktionierende Infrastruktur. Der Weg des Papstes führt zunächst mitten durch die Besuchermenge, anschließend entlang der östlichen oberen Hangkante bis zur Bühne. Von den Wegen im Gelände aus führt ein ca. 6 m breiter, mäandrierender Weg die Böschung des Papsthügels hinauf zum zentralen Ort des Geschehens – dem Zelebrationsbereich. Über dem Hügel schwebt – einer Wolke ähnlich – eine große federleichte pneumatische Struktur. Symbol und Schutz zugleich ist sie weithin sichtbares sphärisches Zeichen aus Luft und Stoff. 

Projektdaten

Bauherr WJT gGmbH
Leistungsumfang Generalplanung
Wettbewerb 2003 (1.Preis)
Planungsbeginn 12/2003
Baubeginn 01/2005
Fertigstellung 06/2005