546-Nahversorgungszentrum Krefelder Straße

Soerser Markt, Alter Tivoli Aachen

Soerser Markt

Nahversorgungszentrum Krefelder Straße Aachen

Das neue Nahversorgungszentrum wird durch seine außergewöhnliche Bauidee und sein besonderes Nutzungskonzept als Markthalle ein Ort sein, der das Einkaufen als Erlebnis zum Thema hat und der dann arrondierten Aachener Soers zum einen eine belebte, urbane Mitte gibt und zum anderen dem Stadteingang Krefelder Straße ein signifikantes, qualitativ niveauvolles Erscheinungsbild gibt.

Das Gebäude selbst ist über sein architektonisch hochwertiges, differenziertes Äußeres hinaus auf maximale Nachhaltigkeit hin konzipiert, was sich in seiner extrem variablen Baustruktur, der hohen Bauqualität sowie der energetisch technisch zukunftsweisenden Konzeption widerspiegelt.

Das städtebauliche Konzept:
Als Nahversorgungszentrum kommt dem Gebäude an dieser Stelle des neu strukturierten Stadtberei¬ches in verschiedener Hinsicht eine wichtige Bedeutung zu: Zwischen der kleinmaßstäblichen Struktur des vorhandenen sowie des neuen Wohnquartiers einerseits und dem Sportpark andererseits nimmt es in funktionaler sowie in städtebaulicher Hinsicht als Bindeglied eine wichtige vermittelnde Rolle ein.

Von der Innenstadt aus betrachtet vollzieht sich hier maßstäblich und strukturell ein Wechsel von ei¬nem Kontext, der durch stadtraumbezogene, gegliederte Blockränder geprägt ist, hin zu einer Agglo¬meration von großmaßstäblichen Solitären, wie dem Tivoli und dem Möbelmarkt.

Die für das Grundstück „Alter Tivoli“ durch den Bebauungsplan vorgegebene städtebauliche Ma߬stäblichkeit fasst die Übergangszone in eine Folge von Volumen zusammen, die über Proportion und Größe aufeinander bezogen sind und so zwischen den Morphologien der beiden vorgenannten Bereiche vermittelt.

Eine weitere, das Entwurfskonzept prägende Einflussgröße, ist die Querung der Krefelder Straße durch die Fußgängerbrücke, die die Wohnquartiere beider Seiten an diesem Punkt miteinander verbindet. Das Wegesystem für Rad- und Fußverkehr führt die beiden Bereiche an dieser Stelle zusammen. Das Nahversorgungszentrum besetzt an dieser Stelle auch durch die bereits gegebene Pkw-Zuwegung sowie Parkierung einen vitalen Schnittpunkt von Verkehrsadern. Die so gegebene Notwendigkeit eines Zentrums ist die Grundvoraussetzung für die dem Entwurf zu¬grundeliegende Leitidee der offenen und hellen Markthalle, dem künftigen Soerser Markt.

Das architektonische Konzept:

Die Gebäudeform :
Im Rahmen der Vorgaben ergibt sich ein klar proportionierter Gebäudekubus. Der lesbar in vier Ge¬schosse gegliederte Körper entwickelt an der Krefelder Straße einen interessanten Blickpunkt mit starker Präsenz, der sich neben seiner eigenständigen Signifikanz über Maß und Proportion in das städtebauliche Ensemble einfügt und die Krefelder Straße qualitätvoll mitdefiniert.

Die reduzierte kubische Großform wird durch eine Folge nach Süd-Westen hin abgetreppter Dachter¬rassen plastisch ausgeformt. Innerhalb des kompakten, energetisch optimierten Volumens entsteht so ein differenziertes, gegen die Straße abgeschirmtes Angebot von Grünflächen, die als grüne Oasen gestaltet sind. Alle Obergeschossebenen haben so einen direkten Außenbezug, der dem architekto¬nisch wie atmosphärisch hohen Anspruch des Gebäudes entspricht.

Projektdaten

Bauherr LANDMARKEN AG IMMOBILIEN
Leistungsumfang WBW
Projektdaten BGF 7.800 m²
Wettbewerb 2011