301 - Jugendherberge Düsseldorf

Jugendherberge Düsseldorf

Düsseldorf Oberkassel ist baulich durch eine sehr regelmäßige Blockstruktur geprägt. Die neue Jugendherberge fügt sich zum einen harmonisch in dieses Umfeld ein, zum anderen erhält sie einen ihrer Bedeutung und Nutzung sowie ihrer Lage angemessenen, eigenständigen Ausdruck. Der Neubau ist eine Addition dreier Volumen, die ihrer jeweiligen, klar zugeordneten Funktion entsprechend ausgebildet sind:


Entlang der Düsseldorferstrasse entwickelt sich das Bettenhaus als Riegel. Durch seine auf den Bestand abgestimmte Geschossigkeit samt Satteldachprofil führt dieser Riegel die Kontur der angrenzenden Bebauung fort und definiert somit den Straßenraum. Der zweihüftige Baukörper wird über drei Treppenhäuser vertikal erschlossen. Die durchgehende Strangführung garantiert die Wirtschaftlichkeit, die monofunktionale Nutzung den störungsfreien Betrieb des Hauses.


Die Tiefe des Grundstücks wird über den eingeschossigen, transparenten Sockelbau erschlossen, der als flacher Verbindungsbau die Nutzungsbereiche verknüpft, eine Mitte der Begegnung bildet und verschiedene Allgemeinfunktionen in sich aufnimmt.


An der ruhigen Westseite, unter dem Wohnhaus für Herbergseltern und Zivis ist die Verwaltung des Jugendherbergswerkes gelegen. Neben der hohen Transparenz der Fassaden schaffen Oberlichter und ein Atrium tagesbelichtete Räume, deren Tiefe Büronutzungen in verschiedenen Varianten ermöglichen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Versorgungshofes, mit Blick auf den Herbergshof und die Stadtsilhouette von Düsseldorf, befindet sich die große Foyer- und Aufenthaltszone der Jugendherberge. Die Rezeption ist zwischen den beiden Eingängen, dem an der Düsseldorferstrasse und dem am Herbergshof gelegen.


Auf der ersten Ebene gelangt man in den Gruppenraumbereich. Das dort gelegene Bistro kann zur Flurfläche geöffnet werden, um so als zwangloser Verweilbereich mit dem Foyer im Erdgeschoss in Verbindung zu treten. Im obersten Geschoss liegt mit Blick auf den Rhein als abgeschirmter Bereich der große Vortragssaal. Ein vorgelagerter kleiner Gruppenraum kann im Bedarfsfall zu Cateringzwecken hinzugezogen werden, um so eine unabhängige Tagungsmöglichkeit anbieten zu können.

Projektdaten

Bauherr Deutsches Jugendherbergswerk LV Rheinland
Leistungsumfang Generalplanung & Projektmanagement LPH 1-9 HOAI
Projektdaten NGF 9.230 m²
BGF 11.100 m²
BRI 34.500 m³
Wettbewerb 1.Preis 2002
Planungsbeginn 02/2005
Baubeginn 08/2005
Fertigstellung 1.BA 08/2006
2.BA 10/2007
Auszeichnungen Anerkennung BDA Preis Düsseldorf 2010
Architekturfotografie Christian Richters

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