521-Realschule Köln Vogelsang

BERTHA-VON-SUTTNER-REALSCHULE, Köln

STÄDTEBAU

Das Schulgrundstück liegt exponiert in einem hochwertigen städtebaulichen Kontext, einem Bereich des Stadtteils Vogelsang, der den Übergang von Stadt zur Landschaft formuliert. Aus dieser besonderen Lage bezieht der Entwurf seinen Leitgedanken: die Schule im Park.

Der fingerartige Baukörper des Neubaus der Bertha von Suttner Realschule lässt den Waldrand ablesbar und führt den Grünraum bis ins Zentrum der Schule. Wald und Grünraum sind für die neue Schule präsent und bildprägend.

Zum Kolkrabenweg bildet das Ensemble aus Schule und Sporthalle, im Zusammenspiel mit der zeilenartigen Siedlungsstruktur des Ortes, der Geschossigkeit und Baukörperausrichtung des Kontextes, einen klar definierten Stadtraum mit den Eingängen zur Schule und zur Sporthalle. Ihrer Nutzung gemäß, bilden die zwei Gebäude der Realschule und der Sporthalle ein Ensemble aus eigenständigen und lesbaren Volumen. Mit seiner Kubatur fügt sich das neu entstehende Gebäudeensemble wie selbstverständlich in das stadträumliche System ein und arrondiert das Quartier.

ARCHITEKTUR

Eine dreigeschossige, E-förmige Struktur des Neubaus orientiert sich mit ihrem Rücken in Richtung Stadt und öffnet sich über drei Finger zum Waldrand. Die drei Finger bilden die unterschiedlichen Nutzungsbereiche klar und eindeutig ab. Sie sind unterschiedlich lang und parallel zum Wald abgestaffelt. Unter dem schwebenden mittleren Finger, im Zentrum der Anlage, befindet sich die Hauptzugang mit der zentralen vertikalen Erschließung und die Aula der Schule.

Aula
Diese bildet als zweigeschossiger, transparenter Raum mit Ausblicken in den Wald und in zwei Höfe die kommunikative Mitte der Schule. Das Forum bietet als eine Art „ überdachter Platzraum “ Möglichkeiten des individuellen Austauschs und Lernens und der Versammlung aller Schüler. Darüber hinaus schafft dieses Forum einen attraktiven Rahmen für Ausstellungen, Konzerte und Vorträge bei guten Licht- und Akustikverhältnissen. Eine Galerie im Obergeschoss bietet zudem Logen- oder Regieplätze. Die Serviceräume und ein Stuhllager sind in unmittelbarer Nähe angeordnet. Die Küche ist bei Festen zu Cateringzwecken nutzbar.

Ganztagesbereich
Im nördlichen Finger, mit Orientierung zum Schulgarten, befindet sich der Ganztagesbereich. Ein eingeschossiger Speisesaal ist zwischen die Aula und den Ganztagsbereich eingefügt und öffnet sich zum Wald und zu einem Innenhof, mit der Möglichkeit, dort eine Außengastronomie anzubieten. Der Speisesaal kann darüber hinaus bei Veranstaltungen als Erweiterung der Aula genutzt werden.

Verwaltungs- und Lehrerbereich
Der Verwaltungsbereich ist ruhig und abgeschirmt im ersten Obergeschoss positioniert und auf kurzem Weg für Besucher, Lehrer und Schüler vom EG. und 2.OG. zu erreichen.

Klassenbereiche
Zur Orientierung der Schüler sind die unterschiedlichen Lernbereiche des Allgemeinen Unterrichtes, des Naturwissenschaftlichen Bereiches und des Technisch-Musischen Bereiches in klar gegliederten Einheiten räumlich zusammengefasst. Die Erschließungszonen sind aufgeweitet und den Klassenräumen als Raumangebote für individuelles Lernen als „ Lern-Nischen “ vorgelagert. Weitere Raumangebote mit Sitzbänken und flexiblen Möbeln laden zum Verweilen ein und bilden Kristallisationsorte für Kommunikation und spontanes Lernen in Kleingruppen. Transparent und offen entstehen so vielfältige interne und externe Blickbeziehungen und schaffen eine anregende, vom Austausch geprägte Lernatmosphäre.

Zwei „ grüne Klassenzimmer “ mit Blick in den Wald bereichern als Freiraumklassen im ersten Obergeschoss das Lernangebot der Schule.

Die Schülerspinde sind an der zentralen Treppe im Kellergeschoss angeordnet. Die Realschule ist behindertengerecht gestaltet.

Projektdaten

Leistungsumfang Wettbewerb