Eingang Forum ©Jörg Hempel Photodesign
Eingang Café/ Disco ©Jörg Hempel Photodesign
Blick Süd-West ©Jörg Hempel Photodesign
Eingang Grundschule/ Schulhof ©Jörg Hempel Photodesign
Glasfassade Forum ©Jörg Hempel Photodesign
Eingang Jugendclub ©Jörg Hempel Photodesign
Aussenloggia ©Jörg Hempel Photodesign
Eingang Grundschule ©Jörg Hempel Photodesign
Forum ©Jörg Hempel Photodesign
Forum ©Jörg Hempel Photodesign
Lehrerzimmer ©Jörg Hempel Photodesign
Blick Eingang Café ©Jörg Hempel Photodesign

190-GGS Brander Feld

Grundschule Brander Feld, Aachen

Städtebauliche Situation
Die Schagenstraße bildet eine Trennungslinie zwischen zwei verschiedenen stadträumlichen Qualitäten. Im Norden entsteht eine parkartige topografisch bewegte Landschaft, in die Solitärbauten eingestreut sind. Südlich wird sich das urbane Geflecht eines Wohnquartieres entwickeln.

Gebäudekonzept
Das neue Gebäude der Grundschule und Jugendeinrichtung haben wir als eine Solitärform konzipiert, die eine Verbindung beider Bereiche bewirken und dem Ort ein Gesicht geben soll. Als kompakter kubischer Baukörper tritt es in einen volumetrischen Bezug zum Gesamtschulzentrum. Andererseits schließt es als Volumen die städtebauliche Form des geplanten südlich gelegenen Quartierplatzes und lässt diesen durch die transparente Foyerfassade bis in das Innere des Hauses hineinfließen. Die der Wettbewerbsaufgabe zugrunde liegende neue Gebäudekonzeption ermöglicht erstmalig in Aachen einen synergetischen Gewinn durch die Kombination und gemeinsame Nutzung von verschiedenartigen Raumangeboten. Die Kombination der Grundschule mit einer Jugendeinrichtung verdeutlicht somit auch den Wunsch, das Gebäude als Ort für verschiedenste Arten kultureller Veranstaltungen nutzen zu können. Aus diesem Grund bietet das Gebäude ähnlich einem Setzkasten eine Struktur, die unterschiedlichsten, sich im Laufe der Zeit auch wandelbaren Nutzungen dienen kann.

Das Großvolumen gliedert sich in verschiedene Baukörper mit Einzelfunktionen, die, in ihrer Ausrichtung optimiert, sich um das in der Mitte des Hauses gelegene Forum gruppieren. Eine klare Primärstruktur aus Ziegeln wird durch Einzelformen aus verschiedenen Materialien differenziert. Es bildet sich unter einem großen leichten Dach ein erlebnisreiches Gefüge von inneren Straßen und Plätzen, in dem sich Schüler und Jugendliche ausdrücken können. Der zentrale Bereich der Schule verbindet sich mit dem Café des Jugendhauses zu einer hellen, großzügigen Zone, die gemeinschaftlich nutzbar das Gebäude von Südosten nach Nordwesten durchdringt. Als multifunktionale Halle bietet dies eine breite Palette an Nutzungsmöglichkeiten nicht nur für die Schüler und Jugendlichen sondern auch für Feste, Konzerte, Kino, Theater, Ausstellungen etc. kurz: für kulturelles Leben, das dem Ortsteil die gestaltbare Mitte gibt.

Das umlaufende Erschließungssystem der Galerie bietet mit den Vor- und Rücksprüngen der Innenfassaden und den Dachterrassen eine Folge verschiedenartiger Raumerfahrungen und vielfältige Blickbezüge. Die Einzelfunktionen sind räumlich klar von einander getrennt, so dass jeder der Bereiche einzeln von geeigneter Seite erschlossen werden kann und so eine spezifische Beziehung zum Außenraum entwickelt. Die Schule trägt über das weit geöffnete Foyer ein lebendiges Bild in das zu entwickelnde Stadtteilzentrum. Baulich ist das Haus eine Mischkonstruktion, die für den Betrachter lesbar verschiedene robuste Materialien in handwerklicher Weise zusammenfügt. Die Gebäudeglieder sind in Ausrichtung, Konstruktion und Gestalt nach energetischen Gesichtspunkten konzipiert und ergeben als Ganzes ein nach heutigem technischen und wirtschaftlichen Standart optimiertes System mit auch auf lange Sicht niedrigen Betriebskosten.

Projektdaten

Bauherr Stadt Aachen
Leistungsumfang Objektplanung Gebäude, LPH 1-9 HOAI
Projektdaten NGF 2.033 m²
BGF 2.543 m²
BRI 9.721 m³
Wettbewerb 1.Preis 01/1998
Planungsbeginn 02/1998
Baubeginn 05/1999
Fertigstellung 08/2000
Auszeichnungen BDA-Preis 2000
Architekturfotografie Jörg Hempel