Blick zur Kapelle ©Jörg Hempel Photodesign
Blick zur Kapelle ©Jörg Hempel Photodesign
Haupteingang ©Jörg Hempel Photodesign
Blick zum Café ©Jörg Hempel Photodesign
Blick zum Café ©Jörg Hempel Photodesign
©Jörg Hempel Photodesign
Empfangsbereich ©Jörg Hempel Photodesign
Gruppenraum ©Jörg Hempel Photodesign
Einzelzimmer ©Jörg Hempel Photodesign
Lageplan ©Hahn Helten + Ass.
Gebäudekonzept ©Hahn Helten + Ass.
Erdgeschoss ©Hahn Helten + Ass.
Obergeschosse ©Hahn Helten + Ass.

401-Seniorenwohnen St. Josef-Stift, Blankenheim-Hülchrath

Seniorenwohnen St. Josef-Stift, Blankenheim-Hülchrath

Neubau eines Altenwohn- und Pflegeheimes:

Das im Besitz des Rheinischen Vereins für katholische Arbeiterkolonien befindliche Altenwohn- und Pflegeheim St. Josef-Stift hat zur Zeit 23 Bewohnerplätze und soll im Zuge einer Modernisierung auf 80 Plätze vergrößert werden.

Zukünftig sollen hier die Häuser St.Josef-Stift und Aegidiushaus zusammengelegt werden. Die Einrichtungen können räumlich in selbständige Einheiten getrennt werden, gleichzeitig können auch Synergien in Bezug auf die Verwaltung, sowie in Bezug auf weitere pflegerische Nebenräume genutzt werden.

Die dreiflügelige Anlage passt sich dem Verlauf der Geländetopographie an und beschränkt sich auf das vorhandene Plateau. Der Neubau wird so auf der Ebene des bestehenden Pflegeheimes angeordnet, dass der für das Orts- und Landschaftsbild wichtige grüne Hangbereich erhalten bleibt. Diese grüne Kante bildet weiterhin die natürliche Kulisse des historischen Ortskerns, das Gebäude tritt von der Gemeinde aus gesehen und auch im Gegensatz zur bestehenden Kapelle vollständig hinter die grüne Hangkante zurück. Darüberhinaus werden auch die als geschützte Landschaftsbestandteile eingestuften Kastanien beiderseits der Kapelle und des Kreuzwegs erhalten.

Gebäudekonzept:

Das Gebäude ist als kammartige Struktur mit drei Bewohnerhäusern konzipiert, die durch einen rückwärtigen Funktionsteil verbunden sind. Hinsichtlich der Maßstäblichkeit orientiert sich das Gebäude an der vorhandenen, kleinteiligen Struktur des Blankenheimer Ortsbildes. Das Thema „Dorf“ spiegelt als übergeordnetes Leitbild auch die, dem Konzept des Gesamtensembles zugrundeliegende, Idee wieder. So wird die bestehende, unter Denkmalschutz stehende Kapelle behutsam in das Gesamtensemble und somit in den dörflichen Gebäudekontext als Abfolge städtischer Räume und Orte wie Haus, Straße, Platz und Kirche integriert. Die Bewohnerhäuser rahmen die Kapelle, sie nimmt jedoch sowohl aufgrund des respektvollen Abstands, als auch aufgrund der maßstäblichen Zurückhaltung des Neubaus eine herausragende Stellung innerhalb des neu geschaffenen Gebäudekontext ein. So werden durch die Position der Baukörper Freiflächen und Orte von differenzierter außen- und innenräumlicher Qualität definiert und neu geschaffen.

Bezug zu Kapelle und Kreuzweg:

Der Neubau wird, durch die Einbeziehung der Kapelle in das Bebauungskonzept, in den vorhandenen Kontext eingebunden. Dir Rahmung der Kapelle verstärkt das Bild des denkmalgeschützten Gesamtensemble aus Kapelle, Kastanienbäumen und Kreuzweg durch einen schwarz-weißen Gebäudehintergrund. Die Kapelle wird somit als Solitär noch stärker inszeniert und das Thema „Rahmung durch Naturdenkmäler“ noch mehr herausgearbeitet. Das Gebäude hält Abstand zur Kapelle, sodass durch die Rahmung ein Platz um die Kapelle herum entsteht. Die Seitenflügel fallen beim Blick von der Kapelle nicht ins Blickfeld. Nur der östlich von der Kapelle gelegene ist vom letzten Abschnitt des Kreuzwegs aus zu sehen.

Innere Organisation/ Wirtschaftlichkeit:

Der dreigeschossige Neubau gliedert sich in drei Bewohnerhäuser, die durch einen rückwärtigen Funktionsteil verbunden werden. Diese kammartige E-Struktur mit drei Fingern bildet somit zwei Höfe verschiendener Qualität. Der größere Hof umschließt als öffentlicher Hof mit Cafeaußenbereich die Kapelle, der kleinere Hof dient den Bewohnern als geschlossener Aussenbereich.

Projektdaten

Bauherr Rheinischer Verein für Katholische Arbeiterkolonien e.V.
Leistungsumfang Generalplaner, LPH 01-09
Projektdaten NGF 4.720 m²
BGF 5.620 m²
BRI 18.730 m²
Planungsbeginn 05/2010
Baubeginn 04/2011
Fertigstellung 02/2013
Architekturfotografie Jörg Hempel Photodesign