9025-Bischoefliches Generalvikariat Aachen

Bischöfliches Generalvikariat Aachen

Sanierung und Neustrukturierung des Bischöflichen Ordinariats in Aachen

Das Bistum Aachen beabsichtigt, die Sanierung und Neustrukturierung des Bischöflichen Generalvikariates Aachen durchzuführen. Da es sich um ein stadtbildprägendes Gebäude im direkten Umfeld des Aachener Doms handelt, hat das Vorhaben eine für die Innenstadt übergeordnete stadträumliche Bedeutung. Zur Sicherstellung hoher gestalterischer Qualitäten führt das Bistum daher in enger Abstimmung mit der Stadt Aachen einen Wettbewerb zur Fassadenqualifizierung und Neustrukturierung des bestehenden Gebäudekomplexes am Klosterplatz durch. Zweck des Wettbewerbs ist es hierbei, alternative Lösungsvorschläge zu erhalten und eine geeignete Architektin oder einen geeigneten Architekten als Auftragnehmer/in für die Planungs- und Ausführungsleistung zu ermitteln.

Die Gebäude des Bischöflichen Ordinariats prägen als Ensemble der 60er Jahre die unmittelbare Nähe des Domes, und somit den historisch prominentesten Bereich der Stadt Aachen. Eine Sanierung und Neustrukturierung des Gebäudekomplexes soll den Institutionen des Bistums ein dem Anspruch dieses Umfeldes entsprechendes Gesicht geben und den Mitarbeitern ein heutigem Standard angemessenes Arbeitsumfeld anbieten. Eine neue Fassade soll deshalb, über eine ordnende Herausarbeitung der Gebäudestruktur hinaus, die Außenerscheinung sowie die innere Funktionalität deutlich verbessern. Das Gebäude entwickelt sich als eine vorrangig zweihüftige Bürostruktur in einem abgewinkelten zweigeschossigen Riegel entlang der Johannes Paul der II. Straße und der Rennbahn. Dieser definiert gegenüber, am Klosterplatz, einen Außenraum der den Besucher in ein Foyer leitet. Darüber baut sich ein fünfgeschossiger Baukörper auf. Diese an sich stimmige architektonische Grundidee hat heute durch zu viele verschiedene Fassadenausbildungen keine Lesbarkeit mehr. Es gilt deshalb die Qualität der Grundidee wieder herauszuarbeiten.

Der Entwurfnutzt die Chance, die gegenwärtig unklare bauliche Erscheinung des Ensembles zu schärfen. Durch die morphologische Klärung gewinnt das Ensemble eine architektonische Kohärenz. Die in Maß, Proportion, Materialität sowie der Konstruktion sensibel durchgearbeitete Außenhülle drückt das heutige Selbstverständnis des Bistums in einer unserer Zeit und dem Ort angemessenen Architektur aus.

 

Projektdaten

Bauherr Bistum Aachen
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Leistungsumfang VOF-Planungswettbewerb
Projektzeitraum: 10/2014
Gesamtfläche Fassade: 2.820 m²