484-Deutsche Sporthochschule, Köln

Deutsche Sporthochschule, Köln

Städtebau:
Der Neubau leitet seine Form aus den engen städtebaulichen Vorgaben her, in dem nach Westen eine kantige Kubatur den Duktus des orthogonal geprägten baulichen Campus aufnimmt, während demgegenüber auf der Ostseite der Geometrie der historischen Sportanlage ein weich geschwungener Gebäudeabschluss gegenübersteht.

Architektur:
Eine glatte Fassadenmembran aus Glas gliedert sich über ein einziges farbiges Brüstungsband, das spiralförmig durchläuft. Analog zum Verlauf der Treppen an der Waldseite versetzt es sich jeweils um ein Geschoss. Großformatige Rücksprünge gliedern mit der Betonung der Sonder- und Kommunikationsräume die Süd- und Westfassade und akzentuieren nahe der Kreuzung der wichtigen Wegeachsen den Haupteingang.

Man betritt das Haus an dieser Stelle und gelangt in eine großzügige vertikale Halle, die alle im Volumen gestapelten Bereiche in einen erlebbaren Zusammenhang setzt. Dieses großzügige Zentrum, ergänzt durch zwei weitere Erschließungskerne, erschließt die lineare Großform und bietet so die Möglichkeit, die das Gebäude prägende Flexibilität je nach Bedarf über zwei- oder dreihüftige Erschließungsdispositionen funktional optimiert umzusetzen.

Die drei vertikalen Erschließungsachsen bilden in diesem System die Kristallisationspunkte für Kommunikation mit Blick ins Grüne.

Eine regelmäßige Abfolge von Installationsschächten und ein Anlieferungskern ermöglicht eine flexible Andienung der Labore. In Kombination dazu, bietet eine im Gebäude durchgängige, auf die Labore abgestimmte Geschoßhöhe, eine größtmögliche Variabilität und Schaltbarkeit der Nutzungen von Büros, Laboren und Sonderräumen. So entsteht eine langfristig gesicherte Nachhaltigkeit.